Die Finanzierung bei ambulanten Pflegediensten

Mit diesem Kapitel möchten wir unsere Kunden oder auch Interessierten einen Blick hinter die Kulissen der Finanzierung bei ambulanten Pflegediensten geben. Damit haben Sie vorab die Möglichkeit im Groben die Zusammenhänge der Finanzierung von Leistungen im Gesundheitssystem besser nachzuvollziehen.

Der Gesundheitsmarkt unterliegt in Deutschland nicht den Gesetzmäßigkeiten der freien Marktwirtschaft, d.h. die Preise können nicht wie z.B. von einem Handwerker selbst festgelegt werden. Die Leistungen in der Pflege sind gesetzlich geregelt und die Preise für diese Leistungen können vom Leistungserbringer (ambulanter Pflegedienst) nicht frei vereinbart werden.

Die Finanzierung dieser Leistungen ist auf verschiedene Kostenträger verteilt. Mit diesen schließen ambulante Pflegedienste Versorgungsverträge ab und können dann die erbrachten Leistungen, wie Pflege und Betreuung Pflegebedürftiger (zuständig hier ist die Pflegekasse) oder die der Behandlungspflege (Krankenkasse), direkt mit den Kostenträgern abrechnen.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen erstellen einen Leistungskatalog in Form von Leistungkomplexen (LK). Dabei sind einem einzelnen Leistungskomplex die Leistungsart und verschiedene Leistungsinhalte zugeordnet.

Die Leistungsinhalte beschreiben die pflegerischen Tätigkeiten (den Hilfebedarf), die ein Pflegedienst im Rahmen der Anleitung, Beaufsichtigung, der Unterstützung, der teilweisen oder vollständigen Übernahme der Verrichtungen des täglichen Lebens in Form der aktivierenden Pflege erbringt. 

  • Diese Leistungskomplexe (30 an der Zahl) finden Sie in den Preislisten wieder und diese dienen als Abrechnungsgrundlage. 

Bei Abschluss eines Pflegevertrages mit dem ambulanten Pflegedienst,  können diese Komplexe einzeln oder inKombination vereinbart werden.