Tagespflege

Wir freuen uns sehr darüber, Ihnen neben den bisherigen Dienstleistungen des PS Pflege- und Sozialdienstes seit Mai 2013 unsere Tagespflege „Uta“ anbieten zu können.

Altsein und Altwerden sind bemerkenswerte und kostbare Abschnitte des Lebens, die so lange wie möglich im eigenen Alltag und selbstständig erlebt werden möchten. Persönliche Gewohnheiten zu achten, vorhandene Kräfte zu stärken und Fürsorge anzubieten, wo sie benötigt wird, stehen im Vordergrund unserer individuellen Betreuung in der Tagespflege.

Pflegenden Angehörigen bietet die Tagespflege Entlastung, denn sie können in Ruhe eigenen Aufgaben nachgehen oder Kraft schöpfen. 
Unsere Tagespflege ist wochentags von 6:45 Uhr - 17:00 Uhr geöffnet und bietet u.a. folgendes:

  • Soziale und gesellschaftliche Kontakte können wir unseren Patienten durch großzügig geschnittene helle Räumlichkeiten ermöglichen, welche viel Platz für gemeinsame Aktivitäten mit lieben Menschen in wohliger Atmosphäre versprechen
  • Gespräche zur Bewältigung schwieriger Lebenssituationen
  • Beratung und Anleitung von Angehörigen
  • einem Hof mit gemütlicher Sitzgruppe
  • abwechslungsreiche Mahlzeiten mit umfangreichem Getränkeangebot und Zwischenmahlzeiten nach Wunsch 
  • Unterstützung bei der Körperpflege und medizinischen Versorgung 
  • vielseitige Aktivitäten, z.B. Gymnastik, Spaziergänge, Kochen und Backen, Musik, kreative Beschäftigungen, Spiele u. v. m. 
  • Vermittlung von Physiotherapie, Fußpflege und Friseur 
  • Unser Team orientiert sich an den Bedürfnissen und Wünschen unserer Tagesgäste. 
  • Unser Ziel ist es, dass Sie sich bei uns wohlfühlen.
  • gerne holen wir Sie auch ab und bringen Sie wieder nach Hause

Allgemeine Erläuterungen:

Was ist Tagespflege?

Tagespflege ist ein teilstationäres Betreuungsangebot. Das bedeutet, dass alte, kranke oder pflegebedürftige Menschen tagsüber, nicht nachts, in einer Einrichtung gepflegt, versorgt und betreut werden. Dies kann wahlweise – je nach Bedarf – an einem, mehreren oder allen Wochentagen geschehen. 

Voraussetzung für die Tagespflege ist, dass Betreuung und Versorgung in der übrigen Zeit, also abends, nachts und morgens und gegebenenfalls am Wochenende zu Hause sichergestellt ist.

Die Tagespflege kann wirksam dazu beitragen, dass ältere Menschen möglichst lange selbstständig zu Hause leben können, ohne auf eine angemessene Betreuung und Pflege verzichten zu müssen.

Sachleistungsanspruch für Versicherte ab dem 01.01.2013

§ 41 SGB XI Tagespflege und Nachtpflege

(1)  Pflegebedürftige haben Anspruch auf teilstationäre Pflege in Einrichtungen der Tages- oder Nachtpflege, wenn häusliche Pflege nicht in ausreichendem Umfang sichergestellt werden kann oder wenn dies zur Ergänzung oder Stärkung der häuslichen Pflege erforderlich ist. Die teilstationäre Pflege umfasst auch die notwendige Beförderung des Pflegebedürftigen von der Wohnung zur Einrichtung der Tagespflege oder der Nachtpflege und zurück.

(2)  Die Pflegekasse übernimmt im Rahmen der Leistungsbeträge nach Satz 2 die pflegebedingten Aufwendungen der teilstationären Pflege, die Aufwendungen der sozialen Betreuung und die Aufwendungen für die in der Einrichtung notwendigen Leistungen der medizinischen Behandlungspflege. Der Anspruch auf teilstationäre Pflege umfasst je Kalendermonat

(3)  Pflegebedürftige können nach näherer Bestimmung der Absätze 4 bis 6 die Ansprüche auf Tages- und Nachtpflege, Pflegegeld und Pflegesachleistung nach ihrer Wahl miteinander kombinieren.

(4)  Wird die Leistung nach Absatz 2 nur zusammen mit Sachleistungen nach § 36 in Anspruch genommen, dürfen die Aufwendungen insgesamt je Kalendermonat 150 vom Hundert des in § 36 Abs. 3 und 4 für die jeweilige Pflegestufe vorgesehenen Höchstbetrages nicht übersteigen. Dabei mindert sich der Sachleistungsanspruch nach § 36 Abs. 3 und 4 um den Vomhundertsatz, mit dem die Leistung nach Absatz 2 über 50 vom Hundert in Anspruch genommen wird.

(5)  Wird die Leistung nach Absatz 2 nur zusammen mit Pflegegeld nach § 37 in Anspruch genommen, erfolgt keine Minderung des Pflegegeldes, soweit die Aufwendungen für die Leistung nach Absatz 2 je Kalendermonat 50 vom Hundert des in § 36 Abs. 3 und 4 für die jeweilige Pflegestufe vorgesehenen Höchstbetrages nicht übersteigen. Ansonsten mindert sich der Pflegegeldanspruch nach § 37 um den Vomhundertsatz, mit dem die Leistung nach Absatz 2 über 50 vom Hundert in Anspruch genommen wird.

(6)  Wird die Leistung nach Absatz 2 zusammen mit der Kombination von Geldleistung und Sachleistung (§ 38) in Anspruch genommen, bleibt die Leistung nach Absatz 2 unberücksichtigt, soweit sie je Kalendermonat 50 vom Hundert des in § 36 Abs. 3 und 4 für die jeweilige Pflegestufe vorgesehenen Höchstbetrages nicht übersteigt. Ansonsten findet § 38 Satz 2 mit der Maßgabe Anwendung, dass bei der Ermittlung des Vomhundertsatzes, um den das Pflegegeld zu kürzen ist, von einem Gesamtleistungsanspruch in Höhe von 150 vom Hundert auszugehen ist und der Restpflegegeldanspruch auf den Betrag begrenzt ist, der sich ohne Inanspruchnahme der Tagespflege ergeben würde.

(7)  In Fällen, in denen Pflegebedürftige ambulante Pflegesachleistungen und Tages- oder Nachtpflege in Anspruch nehmen, sind die Vergütungen für ambulante Pflegesachleistungen vorrangig vor den Vergütungen für Tages- oder Nachtpflege abzurechnen und zu bezahlen.


Kombinationsmöglichkeiten

  1. Kombination Tagespflege und Pflegesachleistung: Die Aufwendungen dürfen insgesamt 150 % des Sachleistungsanspruchs der jeweiligen Pflegestufe nicht übersteigen. Der Anspruch auf Pflegesachleistungen verringert sich, wenn mehr als 50 % für den Besuch einer Tagespflege verwendet werden.
  2. Kombination Tagespflege und Pflegegeld: Die Aufwendungen dürfen insgesamt 150 % der jeweiligen Pflegestufe nicht übersteigen. Der Pflegegeldanspruch verringert sich, wenn mehr als 50 % für den Besuch einer Tagespflege verwendet werden.
  3. Kombination Tagespflege, Pflegegeld und Pflegesachleistung: Wird höchstens die Hälfte der Leistungen für die Tagespflege verwendet, werden keine Leistungen gekürzt. Der Anteil von Pflegesachleistungen und Pflegegeld berechnet sich entsprechend den Regelungen zur Kombinationsleistung (nach § 38 SGB I).

Beispielrechnungen: 

Nutzen Sie lediglich die Tagespflege als Hilfsangebot, berechnet sich Ihr Pflegegeld folgendermaßen. Bei der Nutzung der Tagespflege erhalten Sie einen “Bonus” von 50 %. Dies bedeutet, verbraucht die Tagespflege weniger oder genau 50 % der zur Verfügung stehenden Pflegesachleistung in PS I, wird die Geldleistung bzw. das Pflegegeld nicht gekürzt. Sie erhalten also 235,00 €. Erst bei Überschreitung dieser 50 % Grenze mindert sich Ihr Pflegegeld. Also bei 60 % verbrauchter Pflegesachleistung mindert sich Ihr Pflegegeld um 10 % auf 211,50 €.

Nutzen Sie einen ambulanten Dienst und die Tagespflege gleichzeitig, so verändert sich Ihr Pflegesachleistungsanspruch. Und zwar von 100 % auf 150 % Prozent. Bleiben wir bei dem Beispiel der PS I. Der Pflegesachleistungsanspruch von 450 € (100 %)wird auf 675 € (150%) für beide Leistungen angehoben. Dabei darf jede Leistung nur max. 100 % betragen. Dies bedeutet, der amb. Dienst oder die Tagespflege dürfen max. 450 € (100 %) der Pflegekasse in Rechnung stellen. Somit verbleibt für die jeweils andere Leistung nur noch 225 € (50 %). Da der ambulante Dienst bei der Pflegekasse immer als erstes berücksichtigt wird, erhält die Tagespflege immer das verbleibende Budget. Bei der Berechnung des Pflegegeldes wird analog zu den einzelnen Beispielen vorgegangen. Verbraucht der amb. Dienst 50 % der 450 €, so wird dies wieder direkt proportional vom Pflegegeld abgezogen. Demnach haben Sie einen Anspruch auf 50 % von 235 €, also 117,50 €. Sollte nun die Tagespflege die restlichen 450 € verbrauchen, mindert sich Ihr Anspruch auf 0 €.