Zusätzliche Betreuungsleistungen

Diese sog. niederschwellige Betreuung können wir Ihnen seit dem

  1. September 2008 anbieten.

 

Diese Angebote sind unterschiedlich gestaltet, wie z.B.:

 

-        In kleinen Gruppen: Bewegungstherapie 1x wöchentlich

  • Mittwochs für unsere Kunden um 10:00 Uhr und
  • Freitags für Externe um 14:30 Uhr

 

-        Individuelle Einzelbetreuung bei Ihnen zu Hause

  • Bewegungstherapie
  • Gedächtnistraining
  • Vorlesen
  • Begleitservice zu Arztterminen oder sonstigen Besorgungen

 

Was sind zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen?

Zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen (bzw. der Entlastungsbetrag) sind eine zusätzliche finanzielle Hilfe seitens der Pflegekasse, welche sich an alle Pflegebedürftigen richtet und die zusätzlich zu den herkömmlichen Leistungen gezahlt wird.

Diese unter § 45b SGB XI festgelegte Hilfe dient dazu, konkrete Aufwendungen, die Pflegebedürftigen bzw. Angehörigen im Zusammenhang mit gewissen Aktivitäten bzw. Leistungen entstehen, zu decken. Welche Aktivitäten bzw. Leistungen das sind, wird im Nachfolgenden behandelt.

Wer kann zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach §45 SGB XI beziehen?

Bis Ende 2014 erhielten nur Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen oder den Entlastungsbetrag, wie er im SGB XI auch genannt wird. Seit Beginn 2015 können jedoch auch Menschen ohne erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz diese Leistungen in Anspruch nehmen. Das bezieht sich jedoch nur auf die Pflegebedürftigen, welche in einer ambulanten, also häuslichen Wohnform leben. Pflegebedürftige, die ihren Alltag in einer stationären Umgebung erleben, können stattdessen vom §87b SGB XI profitieren. Allerdings zahlen die Pflegekassen die Leistungen in diesem Fall an das Heim, das für die Pflege der Pflegebedürftigen zuständig ist.

Was bedeutet eingeschränkte Alltagskompetenz?

Die Kriterien für die sogenannte eingeschränkte Alltagskompetenz sind im Gesetz festgelegt. Sie sind beispielsweise erfüllt, wenn der oder die Pflegebedürftige die Tendenz dazu aufweist, wegzulaufen, wenn er oder sie gefährliche Situationen verursacht, die eigene Versorgung nicht mehr gewährleisten kann, eine Störung des Tag-Nacht-Rhythmus’ aufweist oder aggressives Verhalten zeigt. Diese Bedingungen für eine entsprechende Einstufung treffen vor allem auf demenzkranke Personen zu. Aber auch bei psychischen Erkrankungen oder einer geistigen Behinderung können diese Kriterien greifen.

Wie viel Geld steht mir zu?

Der Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen lag nach § 45b SGB XI bis Ende 2016 bei 104 Euro monatlich beziehungsweise bei 208 Euro monatlich, wenn (in seltensten Fällen) eine erhöhte Summe festgelegt wurde. Wird die Leistung in einem Kalenderjahr nicht ausgeschöpft, können nicht verbrauchte Leistungen in das folgende Kalenderhalbjahr übertragen werden.

Mit dem PSG II hat sich der Betrag geändert. Seit Anfang 2017 werden gemäß §45b SGB XI jedem Patienten, unabhängig vom Pflegegrad, zusätzliche Betreuungsleistungen in Höhe von 125 Euro monatlich von der Pflegeversicherung an Leistungen zur Verfügung gestellt.

Wie hängen die Leistungen mit dem Pflegegrad zusammen?

Im Zusammenhang mit den zusätzlichen Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen spielt der Pflegegrad nur eine untergeordnete Rolle. Denn dieser ist nicht ausschlaggebend, um den Betrag zu erhalten. Dennoch muss die Pflegebedürftigkeit der Person natürlich festgestellt werden.

Welche Leistungen können abgerechnet werden?

Bei den zusätzlichen Betreuungsleistungen und Entlastungsleistungen handelt es sich nach § 45b SGB XI um eine Pflegesachleistung. Damit ist es möglich, die Leistungen der Pflegekasse für die Betreuung der Nacht- und Tagespflege, die Kurzzeitpflege und die Verhinderungspflege aufzuwenden. Das heißt, dass diese Dienste in einem höheren Maße in Anspruch genommen werden können. Damit werden Angehörige etwa länger entlastet. Die Leistung erstreckt sich im Allgemeinen auch auf zugelassene Pflegedienste, die ein besonderes Angebot aufweisen, das über die Grundpflege hinausgeht. Hierbei geht es vor allem um die Betreuung, Beaufsichtigung und Anleitung der pflegebedürftigen Person sowie um tagesstrukturierende Maßnahmen.